Nachhaltigkeit

Krombacher Trinkwasser-Projekt

Unser gemeinsames Ziel: Mindestens 260 Millionen Liter Wasser – und das jedes Jahr

Die Vereinten Nationen haben den Zugang zu sauberem Wasser zum Menschenrecht erklärt. Mehr als 2 Milliarden Menschen fehlt dieser Zugang. Die Welthungerhilfe ist seit den sechziger Jahren in vielen betroffenen Gebieten aktiv. Seit 2019 ist Krombacher ihr Projektpartner in Malawi und Kenia.

Die Filmaufnahmen wurden unter den geltenden Covid-19-Regeln von Kenia und Malawi durchgeführt.

Wir bei Krombacher wissen, wie wichtig Wasser ist und haben deshalb zusammen mit der Welthungerhilfe das Krombacher Trinkwasser-Projekt in Afrika gestartet. Gemeinsam arbeiten wir nicht nur an einer gesicherten Trinkwasserversorgung, sondern auch an besseren Sanitär- und Hygienebedingungen, damit die Menschen vor Ort dauerhaft gesünder leben können.

In Kenia und Malawi leiden die Menschen besonders unter dem Mangel an sauberem Wasser. Hier helfen wir nachhaltig und achten darauf, die Gemeinden langfristig zu begleiten – für die nächsten zehn Jahre garantiert.

Entdecken Sie, was mit dem Krombacher Trinkwasser-Projekt bereits erreicht wurde und wie es einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände der Menschen in Kenia und Malawi leistet.

Mangel mit Folgen: Fehlender Zugang zu Trinkwasser beeinträchtigt alle Lebensbereiche

Quelle¹: Welthungerhilfe; Factsheet Wasser (Stand: 20.08.2021)

Quelle²: Welthungerhilfe

Quelle³: UN, zitiert von „Menschen für Menschen“

Schon viel erreicht in drei Jahren: Bessere Wasserqualität und bessere Hygiene in Kenia und Malawi

Krombacher: Frau Otho, was versteht man unter WASH-Maßnahmen?

Noelyne Otho: ‚WASH‘ steht für Wasser, Sanitär und Hygiene. Es geht nicht nur darum, Brunnen zu bauen. Das Ziel ist eine bessere Wasserqualität. Dazu braucht es verbesserte Sanitär- und Hygienemöglichkeiten für die afrikanische Bevölkerung.

Krombacher: Sie sagen, WASH-Maßnahmen können Leben retten. Wie meinen Sie das?

Noelyne Otho: Jeden Tag sterben weltweit 2.195 Kinder unter 5 Jahren an Durchfallerkrankungen aufgrund mangelnder Hygiene, schlechten sanitären Einrichtungen oder unsauberem Trinkwasser. Hygiene in Form von regelmäßigem Händewaschen kann das Risiko, an Durchfall zu erkranken, um ein Drittel verringern. Doch Wasser ist so viel mehr als Durstlöschen und Hygiene.
 

Krombacher: Was genau?

Noelyne Otho: Zugang zu Wasser macht das Leben sicherer und gleichberechtigter, weil meist Frauen und Mädchen die Last des Wasserholens tragen, es begünstigt die wirtschaftliche Entwicklung, weil mehr Zeit bleibt für den Schulbesuch und die Familienversorgung. Und natürlich ermöglicht es auch den Anbau für den Eigenbedarf. Es ist die Grundvoraussetzung für die eigene Entwicklung.

Krombacher: Das Projekt umfasst auch Wasseraufbereitung, Abwassermanagement, Sanitär- und Hygienekonzepte?

Noelyne Otho: Ganz genau. Wichtig ist, das Thema ganzheitlich gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern voranzutreiben. Und sie von Anfang an an der Planung und Umsetzung zu beteiligen, damit sie das Projekt später selbstständig fortführen können.

Unser Anspruch: Eine autarke und nachhaltige Wasserinfrastruktur

Mindestens 260 Millionen Liter Wasser im Jahr

Durch eine nachhaltig verbesserte Infrastruktur sollen jährlich mindestens 260 Millionen Liter sauberes Trinkwasser in diesen Regionen Afrikas gewonnen werden und das Leben von über 86.500 Menschen nachhaltig verbessern.

Die Wasserinfrastruktur gehört der Gemeinde

Die Gemeinden werden sich nach Trainings selbst um Betrieb und Wartung der Brunnen und Wasserstationen kümmern können. Hierfür entstehen eigens gegründete Wasserkomitees mit entsprechend geschulten Mitgliedern. So bleibt die Trinkwasserversorgung langfristig Teil des Lebens der Einwohner.

Hygienevorsorge im Schulalltag
Schulkinder und Lehrer sollen in die Gesundheitsvorsorge einbezogen werden. Dazu werden Gesundheitsberater in Hygiene-Clubs wichtige Grundlagen erklären. Zum Beispiel, wie einfach es sein kann, durch das Händewaschen mit Wasser und Seife Krankheiten vorzubeugen.

Eindrücke vom Krombacher Trinkwasser-Projekt

Unser Partner: Für die Menschen im Einsatz seit 1962

Die Welthungerhilfe unterstützt Menschen in Entwicklungsländern dabei, sich aus Hunger und Armut zu befreien und sich langfristig nachhaltig und unabhängig versorgen zu können. Sie leistet Katastrophenhilfe, unterstützt aber auch bei der ländlichen Entwicklung, Ernährungssicherung und seit Beginn der Covid-19-Pandemie verstärkt in der Hygiene. Im Jahr 2020 förderte sie in 35 Ländern 539 Projekte. Ihre Erfahrung, Kontakte, vor allem jedoch ihre großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie professionelle lokale Partnerorganisationen haben das Krombacher Trinkwasser-Projekt erst möglich gemacht.

Zur Welthungerhilfe

Im Einsatz für sauberes Trinkwasser in Kenia und Malawi

Häufig gestellte Fragen:

Warum Malawi/Kenia?

Mehr als 2 Milliarden Menschen fehlt der Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäranlagen – ein von den Vereinten Nationen definiertes Menschenrecht. In vielen Teilen der Erde ist Wassermangel ein täglicher Kampf ums Überleben. Besonders auch in vielen afrikanischen Ländern. In Kenia und Malawi war und ist die Dringlichkeit sehr hoch. Das Wasser, das die Menschen vor Ort z. B. aus ausgetrockneten Flussbetten schürfen oder nach kilometerlangen Fußwegen beschaffen, ist oft verunreinigt, schmutzig und mit Keimen belastet.  

In Kenia und Malawi hat uns eine Bedarfsanalyse gezeigt, welche Defizite es genau gibt und wo wir ansetzen können. Wir haben zusammen mit unserem Partner, der Welthungerhilfe und den Menschen, die von dem Projekt profitieren wollen, die Aktivitäten entwickelt, natürlich unter Beachtung der gegebenen Rahmenbedingungen. Wir können aufgrund der Analysen und Abstimmungen davon ausgehen, dass ein ganzheitlicher Ansatz des Krombacher  Trinkwasser-Projekts, also ein WASH-Ansatz (Wasser – Sanitär – Hygiene im Gesamtpaket) auch wirklich erfolgreich umsetzbar ist. So sind wir überzeugt, dass wir einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von über 86.500 Menschen an Standorten in Kenia und Malawi leisten können.

Wie viele Brunnen wurden gebaut?

In Malawi wurden bislang 38 Brunnen neu gebaut und 11 bestehende, jedoch nicht funktionstüchtige Brunnen für eine optimale Funktion wieder in Stand gesetzt. Zurzeit ist Trockenzeit in Malawi und bis April 2022 werden 36 weitere Brunnen gebohrt und 15 Brunnen rehabilitiert.

In Malawi gibt es keine Empfehlung der nationalen Wasserbehörde, wie hoch die Grundversorgung pro Person sein sollte. Verschiedene Institutionen empfehlen übereinstimmend eine Grundversorgung mit 20 Litern Wasser pro Person pro Tag benötigt. In Malawi werden die Projekte im Distrikt Dedza durchgeführt.

In Kenia empfiehlt die nationale Wasserbehörde eine Grundversorgung mit 15 Litern Wasser pro Person pro Tag. Zudem wurden in Kenia bislang 10 Wassertanks an Schulen in dem Bezirk Kaijado eingerichtet und 4 Pump- Solar- und Regenwassersysteme in Betrieb genommen. Es wurde eine Wasserleitung von bislang 11,3 km verlegt, die die Wassertanks und insgesamt 5 Wasserkioske sowie Tröge für Tiere verbindet.

Durch eine nachhaltige Verbesserung der Wasserinfrastruktur ist es das langfristige Ziel, an diesen beiden Standorten mehr als 260 Mio. Liter sauberes Trinkwasser p.a. zu ermöglichen. Für über 86.500 Menschen, bedeutet das – in Kombination mit dem WASH-Ansatz – eine nachhaltige Verbesserung ihrer individuellen Lebens- und Gesundheitssituation.

Wie funktioniert der Brunnenbau und wonach wird der Standort ausgesucht?

Kenia und Malawi haben zwei ganz unterschiedliche hydrologische Voraussetzungen. Entsprechend ist auch das Vorgehen für den Zugang zu sauberem Trinkwasser unterschiedlich zu bewerkstelligen. Das Ziel ist das gleiche: Die Menschen vor Ort erhalten sauberes Wasser für ihren Grundbedarf, um so in Kombination mit der Verbesserung der Hygiene- und Sanitärbedingungen (WASH) die individuellen Lebensbedingungen zu verbessern. In beiden Gebieten ist das Klima durch Hitze und große Dürre geprägt.

In Malawi stößt man jedoch ab einer Tiefe von 6-8 Metern auf Wasser. Entsprechend ist es hier möglich, an vielen Stellen Brunnen zu erstellen, da die Bohrtiefe gering ist. Über 38 Brunnen wurden bislang in Betrieb genommen und 11 bestehende Brunnen wurden restauriert. Mehr als 50 Dörfer haben bereits jetzt einen Zugang zu sauberem Wasser. Der WASH-Ansatz, der die Verbesserung von Sanitär- und Hygienemöglichkeiten beinhaltet, wurde bereits in 100 Schulen erfolgreich umgesetzt und trägt wesentlich dazu bei, dass die Menschen vor Ort langfristig gesünder leben können. In Kenia stößt man erst ab einer Tiefe von 50 bis 100 Metern auf Wasser. Daher nimmt hier der Bau von Wasserleitungen & Wassersystemen, die das Wasser in die Dörfer fördern, eine zentrale Rolle ein. Im Verhältnis zu Malawi werden in Kenia aufgrund der Bohrtiefe daher weniger Brunnen, aber dafür mehr Wasserleitungen & Wassersysteme, Pump- und Solarsysteme angelegt, die für die Grundversorgung in den Dörfern sorgen.

Wie kommt das Wasser in die Brunnen?

Wie überall auf der Welt werden Brunnen aus dem Grundwasser gespeist. Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es zwei ausgeprägte Regenzeiten, die die Grundwasserspiegel wieder auffüllen. Wie tief das Grundwasser ansteht und wie reich die Grundwasservorkommen sind hängt in erster Linie von geologischen Rahmenbedingungen ab. Das Grundwasser sammelt sich in der Tiefe über wasserundurchlässigen, meist lehmigen Bodenschichten oder es fließt bei felsigem Untergrund in sogenannten Klüften, die landläufig als Wasseradern bezeichnet werden.

Auch wenn es selten regnet: Es gibt Wasser in Kenia und Malawi, allerdings erst recht tief. In Kenia stößt man ab 50-100 Metern auf Wasser, in Malawi ab 6-8 Metern.

Wie werden die Brunnen langfristig instand gehalten?

Genauso wie in Deutschland bedarf eine langfristige Instandhaltung einer Wasserversorgungsanlage eine Reihe von Faktoren: gesetzliche Regelung von Zuständigkeiten, funktionierende Ersatzteillieferketten, ein Angebot von privaten Dienstleistern, konstantes Monitoring von Wasserqualität, Entnahmemenge und technischer Funktionalität und vor allem die Einführung eines sozial gerechten Tarifsystems um Instandhaltung und Dienstleistungen langfristig finanzieren zu können. Genau dafür stellen wir auch Geld im Rahmen des Projekts bereit.

Was bedeutet WASH?

WASH ist ein ganzheitlicher Ansatz für gesunde Lebensbedingungen. ‚WASH‘ steht für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Diese drei Säulen bilden die Grundlage für gesunde Lebensbedingungen.

Im Detail umfasst der WASH- Ansatz die Bereitstellung von Trinkwasser, Aufklärung über wirksame Hygiene (z. B. Händewaschen), Wasseraufbereitung und saubere Lagerung, sicheres und umweltschonendes Abwassermanagement sowie nachhaltige Entsorgung und Abfallwirtschaft.

Warum ist der WASH Ansatz so wichtig?

Sauberes Wasser ist essenziell: Vier Tage ohne Wasser können tödlich sein.

Zusätzlich ist die Nutzung von Wasser auch zum Waschen der Hände zum Beispiel nach dem Toilettengang o. Ä. zur Vermeidung von Krankheiten essenziell. Durchfallerkrankungen und Cholera verbreiten sich leichter, wenn entsprechende Hygienemaßnahmen nicht durchgeführt werden.

Der WASH- Ansatz ist ganzheitlich angelegt und inkludiert neben der Trinkwasserversorgung auch die Verbesserung von Sanitär- und Hygienebedingungen. In Schulen werden um die Wichtigkeit und Gründe für regelmäßiges Händewaschen etc. herauszustellen, z. B. Schulungen zu diesem Thema in den Unterricht integriert.

Wer überprüft das Projekt?

Die Welthungerhilfe ist regelmäßig vor Ort und bewertet den Fortschritt und die Umsetzung des Projekts. Unser Partner vor Ort ist die Welthungerhilfe. Sie hat feste Mitarbeiter in Kenia und Malawi, die die Projektorte besuchen.  Außerdem haben wir einen Stiftungsfonds und einen Steuerungsausschuss mit unabhängigen Dritten / Wasserexperten ins Leben gerufen, die die Projektarbeiten zudem begutachten.

Was unterscheidet das Krombacher Trinkwasser-Projekt von anderen?

Mit dem Krombacher Trinkwasser-Projekt verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Es ist kein Projekt mit punktuellen Aktivitäten, sondern ein nachhaltiger Ansatz, der sich in Zukunft selbst tragen wird. Grundlage dafür ist der sog. WASH-Ansatz. ‚WASH‘ ist ein ganzheitlicher Ansatz für gesunde Lebensbedingungen. ‚WASH‘ steht für Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Diese drei Säulen bilden die Grundlage für gesunde Lebensbedingungen.  Im Detail umfasst der WASH-Ansatz die Bereitstellung von Trinkwasser, Aufklärung über wirksame Hygiene (z.B. Händewaschen), Wasseraufbereitung und saubere Lagerung, sicheres und umweltschonendes Abwassermanagement, Nachhaltige Entsorgung und Abfallwirtschaft.

Gemeinsam mit der Welthungerhilfe haben wir uns verpflichtet, für mind. 10 weitere Jahre frisches Wasser in den Gebieten in Kenia und Malawi für die Menschen vor Ort sicherzustellen.

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